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Herbstlieder

Die Welt wird immer bunter, bevor sie immer kleiner wird und sich in eine weiße Zauberwelt verändert.
Dem alten Jahr hinterlässt sie ihre ganzen Farben und wartet nur 12 Monate schlafend darauf, wieder mit ihrer verschwenderischen Farbenpracht zu erwachen.
Viele Autoren beschreiben diese, den Abschluß des Jahres ankündigende Jahreszeit, mit ihren sehr eigenen poetischen Wortspielen.

Die Texte habe ich aus antiquarischen Büchern entnommen und für euch aufbereitet.




Feldwärts flog ein Vögelein


Feldeinwärts flog ein Vögelein
und sang im muntern Sonnenschein
mit süssem wunderbarem Ton:
Ade! Ich fliege nun davon,
weit, weit weit
weit reis´ ich noch heut
weit weit.

Ich horchte auf den Feldgesang
mir ward so wohl und doch so bang.
mit frohem Schmerz , mit trüber Lust
stieg wechselnd bald und sank die Brust
Herz, Herz, Herz
brichst du vor Wonn' und Schmerz?
Herz, Herz

Doch als ich Blätter fallen sah
da sagt' ich: Ach! der Herbst ist da,
der Sommergast, die Schwalbe zieht
vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht
weit, weit weit
weit, rasch mit der Zeit
weit, weit.

Doch rückwärts kam der Sonnenschein
dicht zu mir drauf das Vögelein,
es sah mein tränend Angesicht
und sang: die Liebe wintert nicht,
nein! nein! nein!
ist und bleibt Frühlingsschein!
ja Frühlingsschein!"


(Ludwig Tieck 1799 )



Grüßet recht freundlich


Grüßet recht freundlich
ihn, der so reichlich
mit Segen erfreut
Preiset den Herbst durch Lieder
der seine Gaben wieder
aus reichem Füllhorn reichlich beut
uns hoch erfreut

Trauben und Saaten
sind uns geraten,
Dem Geber bringt Dank.
Mag nun der Winter stürmen,
Nahrung und Wohnung schirmen
Uns vor der Sorgen hartem Drang,
Uns ist nicht bang.

So, reich an Segen,
strebt den zu pflegen
Der Nahrung entbehrt.
Trocknet des Dürft'gen Tränen,
Stillet der Armut Sehnen;
Wer gerne teilt, was ihm beschert,
Ist Segens wert.



(Heinrich Anschütz)


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